Bilanz Russland
HANNOVER. Mit der Eröffnung der ersten Repräsentanz des Landes in Moskau soll den niedersächsischen Unternehmen der Eintritt in den Russischen Markt erleichtern. „In der Exportstatistik zählt Russland mit enormen Zuwachsraten zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands.

HANNOVER. Mit der Eröffnung der ersten Repräsentanz des Landes in Moskau soll den niedersächsischen Unternehmen der Eintritt in den Russischen Markt erleichtern. „In der Exportstatistik zählt Russland mit enormen Zuwachsraten zu den 15 wichtigsten Handelspartnern Deutschlands. Niedersachsen muss diese Chancen nutzen um die Arbeitsplätze im Land zu sichern“, sagte Hirche. Die Repräsentanz ist vorerst bis Ende 2005 gesichert. Das Land finanziert die aus zwei Personen bestehende Einrichtung mit insgesamt 20.000 Euro. „Bereits die Ankündigung der Eröffnung hat zu zahlreichen Nachfragen geführt“, so Hirche. Auch die 20-köpfige Wirtschaftsdelegation aus allen Landesteilen, die unter Leitung Hirches in Moskau die Geschäftskontakte vertiefte, bestätigte das Potenzial des Russischen Marktes. „Unsere Unternehmen haben in Moskau bilateral gezielte Firmenkontakte herstellen können. Die bevorstehende Aufnahme der Produktion von Continental in Moskau wird besonders im Zulieferbereich für einen weiteren Schub sorgen“, sagte Hirche
Das statistische Bundesamt meldete am vergangenen Mittwoch, dass im ersten Halbjahr 2004 die bundesweiten Exporte nach Russland um 23% zugenommen haben. Im vergangenen Jahr war bereits eine Steigerung von 6,7% zu verzeichnen. Niedersachsen steigerte die Ausfuhren 2003 um 6,2%. Mittelständische Unternehmen fühlen sich bei der Erschließung neuer Märkte in Bezug auf ausländische Strukturen und Reglementierungen oft allein gelassen. „Mit der Repräsentanz in Moskau haben die Betriebe jetzt einen verlässlichen Partner, der sie durch das Dickicht führt“, so Hirche. Die Repräsentanz sei in den Räumen der Deutschen Management Akademie in Moskau angesiedelt. Hierdurch können die vorhandenen Strukturen für die Unternehmen optimal genutzt werden.
Bei einem Treffen mit dem stellvertretenden Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Handel Andrei Sharonov und dem Vizepräsidenten der russischen Industrie- und Handelskammer Georgij Petrov standen die Verbesserungen der politischen Rahmenbedingungen für Unternehmer, wie Steuern, Visafragen sowie Zoll- und Zertifizierungsregelungen im Mittelpunkt.
Die Russische Föderation wird im kommenden Jahr Partnerland der Hannover Messe 2005. Dies werde für eine Ausweitung der gegenseitigen Geschäftsbeziehungen fördern. Hirches lud Sharonov ein, auf den dort stattfindenden 2. Niedersächsischen Außenwirtschaftstag zu sprechen.

